Auf der Straße

Wir können es selbst noch kaum glauben, aber wir sind auf der Straße. Ein halbes Jahr haben wir nun Zeit, auf dem Landweg nach und durch Zentralasien zu fahren, ein halbes Jahr Familienzeit, ein halbes Jahr nur mit der Ausstattung, die in den Pluto passt.

Der erste Urlaub mit neuem Auto ist immer auch ein Ausprobieren: Mit jedem Ein- und Auspacken, jeder Fahrt, jedem Halt wächst die Routine. Den Lada kannten wir ziemlich gut. Und beim Pluto lernen wir diese Routinen gerade erst kennen.

Das kennen wir aus unseren bisherigen Reisen und ich hatte es so oder ähnlich erwartet. Daneben gab es einige Dinge im Vorfeld unserer großen Reise, die mich überraschten.

So waren die Vorbereitungen deutlich aufwendiger, als ich das erwartet hatte: wegen des neuen Autos, aber auch Routenplanung, Visa, Impfungen, Versicherungen, Medizinversorgung, Hausvermietung, Werkzeuge und Klamotten für vier Personen und ein halbes Jahr. Und das neben dem normalen trubeligen Alltag mit zwei Jobs und zwei Kindern. Der Aufwand hat gezeigt, dass ein halbes Jahr eigentlich eine Mindestzeit für eine längere Reise ist. Wenn auch diese Vorbereitungen ebenso mit jeder Reise routinierter werden.

Alles in allem waren Martin und ich so richtig erledigt, als wir am 10. Februar die erste Reiseetappe im Pluto von Berlin nach Weingarten fuhren. Mit 90 km/h auf der Autobahn, versteht sich. Die Kinder waren dort schon bei den Omas und Opas.

Durch die langen Vorbereitungen hat sich auch der Abschied stark in die Länge gezogen: von Kita und Arbeit. Von Freunden und Nachbarn beim verschneit-matschigen Gartenfest. Von Omas, Opas, Tanten, Onkels und engen Freunden in Weingarten. Zuletzt von den Heiligenbergern. Ich hätte keine dieser Stationen missen wollen.

Der Abschied hat auch gezeigt, wie eng und vertraut wir in unseren Familien und bei unseren Freunden eingebunden sind. Dies zu spüren und zu wissen erleichtert mir das Losfahren ebenso wie das Wiederkommen.

Dennoch waren wir froh und erleichtert, als die wichtigsten Vorbereitungen abgeschlossen, die wichtigsten Menschen verabschiedet und wir am 13. Februar zu viert im Pluto auf unserer großen Reise Richtung Seidenstraße waren.

 

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