Istanbul und der Blick nach Asien

Istanbul und die Schwarzmeerküste der Türkei sind für Martin und mich seit unserer Verlobungsreise Sehnsuchtsorte. Für uns beide waren die vier Wochen im Mai/ Juni 2012 von Berlin bis an die georgische Grenze und wieder zurück unser schönster gemeinsamer Urlaub. Das Lebensgefühl und die Gastfreundschaft, insbesondere in der weniger touristischen Schwarzmeerregion, haben uns begeistert. Und sicherlich spielte auch eine Rolle, dass es unsere letzte Reise vor den Kindern, und damit noch deutlich selbstbestimmter und weniger anstrengend war. 10.000 Kilometer haben wir damals in unserem Lada in vier Wochen zurückgelegt.

Nun, sieben Jahre später, kommen wir wieder in diese Stadt und dieses Land. Jetzt mit zwei Kindern und einem deutlich größeren Gefährt. Wir hatten bei unserer Verlobungsreise für einen Drink an der Bar das Georges Hotel im Galata-Viertel in Beyoglu entdeckt, in dem wir jetzt übernachtet haben.

Allerdings war bereits die Anreise von Chalkidiki, wieder wegen des überhitzten Pluto-Motors, eine Strapaze und Herausforderung. Nach etwa zwölf Stunden Fahrt waren die Kurven bergauf und bergab durch die engen Gassen Galatas auf dem Weg zum Hotel eine weitere Fahr-Herausforderung – siehe dazu auch Martins Blogbeitrag. Mitten in der Nacht des 20. Februar kamen wir im Hotel an.

In den gerade mal zwei vollen Tagen Istanbul (einen davon war Martin in der Werkstatt) durchstreiften wir zu Fuß die Gassen der Stadt, lauschten den Muezzinen, schlenderten über die Märkte, genossen den Blick vom Hotel auf den Topkapi-Palast der Sultane, das Goldende Horn und den Bosporus, auf die europäischen und asiatischen Teile Istanbuls. Wie so oft bei unseren Stadt-Aufenthalten holten wir einige der Entbehrungen des Nomadenlebens nach. Wir duschten, genossen die großen Betten und morgens den Service beim Frühstück im Hotel, aßen nachmittags Schokokuchen und gingen abends essen (ganz ohne Feuerholz sammeln, kochen und im Flusswasser zu spülen).

Unser „Prost“ hat sich seit Istanbul auf ein serbisch-türkisches „Ziveli-Serefe“ erweitert. Josefine liebt an Istanbul und der Türkei vor allem den „Cay mit Kluntjes“, auch wenn die Kluntjes, anders als bei meiner Tante Karin, in der Türkei eben Würfelzucker sind. Uns begleitete weiterhin ein strahlender Mond. Im Vergleich zu den Frühlings-Tagen in Griechenland hatten die Temperaturen sehr abgefrischt und die Hotel-Managerin sagte uns für die kommenden Tage viel Wind, Regen und Schneefall voraus, was für diese Jahreszeit nichts ungewöhliches sei.

Dennoch zog es uns weiter, so gut uns diese Stadt auch wieder gefallen hatte. Für Balthasar war insbesondere der Abschied von der Hotel-Katze Lollipop kein leichter. Im strömenden Schneeregen fuhren wir am 23. Februar in Istanbul ab, diesmal die vielen kleinen Gassen durch Galata bergab, und überquerten nach wenigen Kilometern die Brücke nach Asien.

 

 

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